Erfolgsrechnung Excel - Gratis Vorlage
Erfolgsrechnung für Schweizer KMU mit Buchungen, Kontenstamm, Monatsauswertung, Kennzahlen und Diagrammen für das Geschäftsjahr 2026.
Diese Excel-Vorlage für die Erfolgsrechnung erfasst Erträge und Aufwände eines Schweizer KMU und stellt sie monatlich sowie als Jahreswert dar. Sie enthält die Blätter Buchungen, Erfolgsrechnung, Kontenstamm und Anleitung. Kontenbezeichnungen, Kategorien, MWST und Monat werden aus Ihren Eingaben berechnet.
Sie tragen jede Buchung mit Datum, Belegnummer, Konto, Beschreibung und Nettobetrag ein. Das Blatt Erfolgsrechnung zeigt danach Nettoerlöse, Betriebsaufwand, Betriebsergebnis, Jahresergebnis, Kennzahlen und drei Auswertungsdiagramme für 2026.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Monatsvergleich von Januar bis Dezember 2026 mit Jahreswert und Anzahl Buchungen
- Erträge und Aufwände werden auf Basis des Nettobetrags in CHF ausgewertet
- Automatische Kontenzuordnung über den Kontenstamm statt manueller Kategorienwahl
- MWST-Betrag und Bruttobetrag werden aus Nettobetrag und Satz berechnet
- Kennzahlen zu durchschnittlichem Monatsumsatz, offenen Buchungen und Betriebsmarge
- Drei Diagramme für Monatsvergleich, Betriebsergebnis und Aufwandkategorien
- Geeignet als übersichtliche Arbeitshilfe für Einzelfirmen, GmbH und kleine Schweizer KMU
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffnen Sie das Blatt Anleitung und lesen Sie die Hinweise zu Eingabefeldern, Nettobeträgen, MWST-Sätzen und Status.
- Prüfen Sie im Blatt Kontenstamm die vorhandenen Kontonummern, Kontobezeichnungen, Kategorien und Typen. Ergänzen Sie neue Konten in den vorbereiteten Zeilen.
- Erfassen Sie im Blatt Buchungen ab Zeile 5 das Buchungsdatum im Format TT.MM.JJJJ, die Belegnummer und das Konto.
- Geben Sie Beschreibung, Kunde oder Lieferant, Ort, Kanton und den Betrag exkl. MWST ein. Erträge und Aufwände werden beide als positive Nettobeträge erfasst.
- Wählen Sie den MWST-Satz aus der Liste: 0 %, 2.6 %, 3.8 % oder 8.1 %. Setzen Sie den Status auf Offen, Bezahlt oder Abgrenzung.
- Kontrollieren Sie im Blatt Erfolgsrechnung die Monatswerte, Jahreswerte, Betriebsmarge und offenen Buchungen. Die Auswertung verwendet die Kategorien und Monate der Buchungen.
- Vergleichen Sie die drei Diagramme mit der Erfolgsrechnung und archivieren Sie die Belege zusammen mit der Datei gemäss Ihrer Buchführungsorganisation.
Enthaltene Funktionen
So verwenden Schweizer KMU die Erfolgsrechnung Excel im Alltag
Eine Erfolgsrechnung beantwortet die praktische Frage, ob Ihr Betrieb mit den erzielten Erträgen seine Aufwände deckt. In dieser Vorlage erfassen Sie die Buchungen einzeln und sehen die Auswirkung sofort nach Monat, Kategorie und Geschäftsjahr. Bild 1 zeigt das Blatt Buchungen mit den Spalten Buchungsdatum, Beleg-Nr., Konto, Kontobezeichnung, Kategorie, Beschreibung, Kunde/Lieferant, Ort, Kanton, Betrag exkl. MWST, MWST-Satz, MWST, Betrag inkl. MWST, Status und Monat.
Die Vorlage passt zur Selbstständigen mit Einzelfirma, die am Monatsende ihre Dienstleistungserträge und Geschäftsspesen kontrolliert. Auch die Treuhänderin einer GmbH kann die Buchungen für den Monatsabschluss vorbereiten, während der Büroverantwortliche eines Handwerksbetriebs Materialaufwand, Personalaufwand und Raumaufwand laufend erfasst.
Ein Beispiel aus Winterthur
Ein Schreinermeister mit vier Angestellten trägt im Januar einen Warenverkauf von CHF 12'000 exkl. MWST, Materialaufwand von CHF 4'500 und Personalaufwand von CHF 28'000 ein. Die Erfolgsrechnung zeigt daraus Nettoerlöse von CHF 12'000, Betriebsaufwand von CHF 32'500 und ein Betriebsergebnis von minus CHF 20'500. Das ist kein Fehler der Datei, sondern ein Hinweis auf einen schwachen Startmonat.
Bild 2 zeigt das Blatt Erfolgsrechnung. In den Spalten B bis M stehen die Monate 01.2026 bis 12.2026, danach folgen Jahreswert und Anzahl Buchungen. Die Zeilen enthalten unter anderem Nettoerlöse Dienstleistungen, Nettoerlöse Waren, Material- und Warenaufwand, Personalaufwand, Raumaufwand, Abschreibungen, Betriebsergebnis und Jahresergebnis.
Für welchen Rhythmus die Tabelle geeignet ist
Eine wöchentliche Erfassung verhindert, dass am Jahresende 200 Belege gleichzeitig sortiert werden müssen. Für einen Webshop mit 300 Bestellungen pro Monat sollten Sie die Datei jedoch nur verwenden, wenn die Buchungen sinnvoll zusammengefasst oder importiert werden können; bei 3'600 Einzelbuchungen pro Jahr wird eine spezialisierte Buchhaltungslösung meist effizienter.
Bild 3 zeigt den Kontenstamm mit Konto, Kontobezeichnung, Kategorie, Typ und MWST-Hinweis. Bild 4 zeigt die Anleitung mit den Regeln für Datum, Nettobetrag, MWST-Satz und Status.
Diese Schweizer Regeln bestimmen Ihre Erfolgsrechnung
Die Vorlage arbeitet mit Beträgen exkl. MWST. Das ist für die Erfolgsrechnung die richtige technische Entscheidung, weil die geschuldete MWST und die abzugsfähige Vorsteuer grundsätzlich nicht als Ertrag oder Aufwand in der Erfolgsrechnung erscheinen. Der aktuelle MWST-Normalsatz beträgt 8.1 %, der reduzierte Satz 2.6 % und der Sondersatz für Beherbergung 3.8 %.
Bei einem Nettoumsatz von CHF 10'000 und 8.1 % MWST berechnet das Blatt CHF 810.00 MWST und CHF 10'810.00 inklusive MWST. In der Erfolgsrechnung bleibt für den Verkauf der Nettobetrag von CHF 10'000. Bei einem Lohnaufwand von CHF 5'000 mit 0 % MWST bleiben MWST und Bruttobetrag ebenfalls korrekt getrennt.
MWST-Pflicht und Abrechnung
Die ESTV behandelt Unternehmen ab grundsätzlich CHF 100'000 Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen als MWST-pflichtig. Das Unternehmen benötigt eine UID-Nummer mit MWST-Zusatz, beispielsweise CHE-123.456.789 MWST, und muss seine MWST-Abrechnung nach der gewählten Methode führen. Die effektive Methode arbeitet mit Umsatzsteuer und Vorsteuer; der Saldosteuersatz vereinfacht die Abrechnung für bestimmte KMU.
Für die meisten kleinen Betriebe mit überschaubaren Vorsteuerbelegen ist die effektive Methode nachvollziehbarer, wenn die Buchungen bereits sauber nach MWST-Satz erfasst werden. Wer dagegen viele gleichartige Umsätze und wenig Vorsteuer hat, kann mit dem Saldosteuersatz administrativ einfacher fahren; die Vorlage selbst berechnet jedoch nur die eingegebenen MWST-Beträge und ersetzt keine MWST-Abrechnung.
Buchführung und Aufbewahrung
Unternehmen führen ihre Bücher nach den Anforderungen des Schweizer Obligationenrechts. Die Aufbewahrungspflicht beträgt nach OR Art. 958f zehn Jahre. Die Excel-Datei ist deshalb nicht allein ausreichend: Belege, Rechnungen, Bankunterlagen und Abstimmungen müssen nachvollziehbar aufbewahrt werden.
Die Pflicht zur vollständigen Buchführung gilt insbesondere ab CHF 500'000 Jahresumsatz. Eine Einzelfirma ohne Handelsregistereintrag und mit tieferem Umsatz kann unter den Voraussetzungen der vereinfachten Rechnung über Einnahmen, Ausgaben und Vermögen arbeiten; für eine GmbH mit CHF 20'000 Stammkapital oder eine AG mit CHF 100'000 Aktienkapital gelten die handelsrechtlichen Anforderungen unabhängig von der einfachen Darstellung dieser Vorlage.
Wo eine Erfolgsrechnung in Excel falsche Entscheidungen auslösen kann
Der teuerste Fehler ist nicht eine sichtbare Excel-Meldung, sondern eine Buchung in der falschen Kategorie. Wird ein Materialeinkauf von CHF 8'000 als Verwaltungsaufwand statt als Material- und Warenaufwand erfasst, stimmt das Jahresergebnis zwar noch, aber Ihre Bruttobetrachtung und die Steuerung des Wareneinsatzes sind falsch.
Falscher Nettobetrag
Die Vorlage verlangt den Betrag exkl. MWST. Tragen Sie eine Lieferantenrechnung von CHF 2'162 inklusive 8.1 % ein, erscheinen als Aufwand CHF 2'162 statt rund CHF 2'000 netto. Bei 50 solchen Rechnungen über ein Jahr überhöhen Sie den Aufwand um rund CHF 8'100 und verlieren den Überblick über die Vorsteuer von rund CHF 8'100.
Das Blatt Anleitung weist ausdrücklich auf Nettobeträge hin. Die Spalten L und M im Blatt Buchungen berechnen daraus MWST und Betrag inklusive MWST mit ROUND auf zwei Dezimalstellen. Eine manuelle Überschreibung der berechneten Spalten zerstört diese Logik.
Unvollständige Monatszuordnung
Der Monat wird aus dem Buchungsdatum als MM.JJJJ erzeugt. Ein Beleg vom 31.03.2026 mit dem Datum 01.04.2026 landet deshalb im April. Bei einem Quartalsabschluss kann eine einzige falsche Datierung von CHF 15'000 Umsatz die Monatsmarge um mehrere Prozentpunkte verschieben.
Offene Buchungen werden übersehen
Der Status ist nicht bloss eine Notiz. Die Kennzahl Offene Buchungen zählt Einträge mit dem Wert Offen. Wenn fünf Lieferantenrechnungen von je CHF 3'000 offen bleiben, fehlen CHF 15'000 in Ihrer kurzfristigen Zahlungsplanung, obwohl der Aufwand bereits in der Erfolgsrechnung erscheint.
Ein weiterer Fehler entsteht bei neuen Konten: Die Kategorie im Kontenstamm muss exakt mit einer Zeile der Erfolgsrechnung übereinstimmen. Heisst sie einmal Marketing und einmal Marketingaufwand, summiert SUMIFS die Buchung nicht in der erwarteten Zeile. Das Resultat wirkt dann zu tief, obwohl die Buchung vorhanden ist.
Schliesslich darf die Datei nicht mit einer vollständigen Bilanz verwechselt werden. Sie zeigt Erträge, Aufwände und Ergebnis, aber keine Debitoren, Kreditoren, flüssigen Mittel oder Bilanzkonten. Für einen Jahresabschluss mit Abgrenzungen, Abschreibungen und Rückstellungen braucht es zusätzliche Abschlussarbeiten.
So wird die Erfolgsrechnung Teil Ihres Monatsabschlusses
Verknüpfen Sie die Datei mit einem festen Termin: Am letzten Arbeitstag des Monats werden Belege gesammelt, am ersten Arbeitstag des Folgemonats werden Buchungen erfasst und danach wird die Erfolgsrechnung kontrolliert. Diese Reihenfolge dauert bei 40 Belegen oft weniger als eine Stunde, verhindert aber, dass der Jahresabschluss im Januar 2027 mit zwölf ungeprüften Monatsbergen beginnt.
Eine kurze Routine mit klaren Kontrollen
- Prüfen Sie zuerst, ob jede Rechnung eine Belegnummer und ein Buchungsdatum besitzt.
- Filtern Sie im Blatt Buchungen nach Status Offen und klären Sie jede offene Position.
- Vergleichen Sie die Summe der Bank- und Kassenbelege mit dem Jahreswert der passenden Kategorien.
- Kontrollieren Sie im Blatt Erfolgsrechnung Betriebsergebnis, Betriebsmarge und Anzahl Buchungen.
Die Datenvalidierung spart Eingabezeit: Konto, MWST-Satz und Status werden aus Listen gewählt. Verwenden Sie für den MWST-Satz konsequent 8.1 %, 2.6 %, 3.8 % oder 0 %. Freie Eingaben wie 8,10 oder 8.1 Prozent können zu uneinheitlichen Daten führen, wenn Sie die Datei später auswerten.
Kopieren Sie für ein neues Geschäftsjahr nicht blind alte Monatswerte. Die Vorlage ist auf die Monate 01.2026 bis 12.2026 und die Auswertungen dieses Geschäftsjahres aufgebaut. Erstellen Sie eine archivierte Kopie und prüfen Sie danach Monatsüberschriften, Buchungsdaten, Konten und Formeln.
Wann Excel nicht mehr genügt
Bei 110 vorbereiteten Buchungszeilen ist diese Datei für kleine Volumen überschaubar. Wenn Ihr Betrieb regelmässig mehr als 100 Belege pro Monat verarbeitet, mehrere Personen gleichzeitig buchen oder Debitoren, Kreditoren, Lohnbuchhaltung und Bilanz benötigt, sollten Sie auf eine Buchhaltungssoftware wechseln.
Für die monatliche Kontrolle bleibt die Excel-Auswertung trotzdem nützlich. Ein Schreinerbetrieb mit 60 Belegen pro Monat kann damit arbeiten; ein Webshop mit 300 Bestellungen pro Monat braucht dagegen eine belastbare Schnittstelle und eine revisionssichere Belegablage. Die richtige Grenze ist nicht die Anzahl Tabellenblätter, sondern der Aufwand für Kontrolle und Abstimmung.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Das Blatt Erfolgsrechnung zeigt die Kategorien der Nettoerlöse und des Betriebsaufwands für jeden Monat von 01.2026 bis 12.2026. Zusätzlich berechnet es Jahreswerte, Betriebsergebnis, Jahresergebnis, Betriebsmarge, Anzahl Buchungen und offene Buchungen.
Erfassen Sie im Blatt Buchungen den Betrag exkl. MWST. Bei CHF 1'081 inklusive 8.1 % MWST tragen Sie rund CHF 1'000 netto ein; die Vorlage berechnet CHF 81 MWST und CHF 1'081 inklusive MWST.
Die Auswahlliste enthält 0 %, 2.6 %, 3.8 % und 8.1 %. Der Satz von 8.1 % ist der Schweizer Normalsatz 2026. Prüfen Sie bei speziellen Leistungen die korrekte steuerliche Behandlung, bevor Sie die Buchung definitiv übernehmen.
Ja. Ergänzen Sie im Blatt Kontenstamm Konto, Kontobezeichnung, Kategorie, Typ und MWST-Hinweis in den vorbereiteten Zeilen. Die Kategorie muss exakt einer Zeile der Erfolgsrechnung entsprechen, damit SUMIFS die Buchung richtig zuordnet.
Nein. Sie ist eine Arbeitshilfe für die Erfolgsrechnung mit Buchungen, Kategorien und Monatsauswertung. Eine vollständige Schweizer Buchhaltung umfasst zusätzlich mindestens Bilanz, Debitoren, Kreditoren, Bankabstimmung, Abschlussbuchungen und die nötige Belegaufbewahrung von zehn Jahren nach OR Art. 958f.
Sie eignet sich vor allem für kleine Einzelfirmen, GmbH, Vereine und KMU mit überschaubarem Buchungsvolumen. Bei 60 Belegen pro Monat ist die manuelle Erfassung meist praktikabel. Bei 300 Bestellungen pro Monat oder mehreren gleichzeitig arbeitenden Personen ist eine Buchhaltungssoftware mit Belegimport zweckmässiger.