Lohnjournal Excel - Gratis Vorlage
Lohnjournal für Schweizer KMU mit Lohnabzügen, Arbeitgeberkosten, Parametern und Auswertung nach Mitarbeitenden und Kanton.
Ein Lohnjournal erfasst monatlich die Löhne Ihrer Mitarbeitenden und berechnet daraus Bruttolohn, Arbeitnehmerabzüge, Nettolohn sowie Arbeitgeberkosten. Diese Excel-Vorlage für die Schweiz enthält 100 vorbereitete Zeilen, editierbare Beitragssätze und eine automatische Auswertung.
Im Blatt Lohnjournal erfassen Sie Personalnummer, Name, Beschäftigungsgrad, Lohnmonat und Lohnbestandteile. Das Blatt Auswertung zeigt Kennzahlen, Kantonsvergleiche und drei Diagramme; Bild 1 bis Bild 4 zeigen den Aufbau der vier Tabellenblätter.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Bruttolohn automatisch berechnen: Monatslohn 100 % wird mit dem Beschäftigungsgrad multipliziert.
- AHV/IV/EO, ALV, NBU, BVG und Quellensteuer werden direkt aus dem Blatt Parameter übernommen.
- Nettolohn und Arbeitgeberkosten sind pro Person und für die gesamte Lohnperiode sichtbar.
- Die ALV-Berechnung berücksichtigt die hinterlegte Jahresgrenze von CHF 148'200.
- Sie können bis zu 100 Mitarbeitende beziehungsweise Lohnzeilen im vorbereiteten Bereich erfassen.
- Die Auswertung zeigt Bruttolohnsummen nach Kanton, etwa für ZH, BE, GE, BS, VD, LU, SG und TI.
- Drei Diagramme erleichtern die Kontrolle von Bruttolöhnen, Arbeitgeberkosten und Kantonsverteilung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffnen Sie die Datei und prüfen Sie zuerst das Blatt Parameter. Die gelb markierten Werte sind editierbar.
- Tragen Sie im Blatt Lohnjournal pro Person die Personalnummer, Namen, Funktion, Ort, Kanton und AHV-Nummer ein.
- Erfassen Sie Beschäftigungsgrad als Wert zwischen 10 % und 100 %, den Lohnmonat sowie den Monatslohn 100 %.
- Ergänzen Sie Kinderzulagen, Bonus oder Provision, weitere Abzüge, weitere Arbeitgeberkosten und die Auswahl bei Quellensteuerpflichtig.
- Kontrollieren Sie die berechneten Spalten: Bruttolohn total, Abzüge, Nettolohn, Arbeitgeberkosten total und Gesamtkosten Arbeitgeber.
- Öffnen Sie Auswertung, um Totale, Durchschnittswerte, Kostenquote und Kantonszahlen zu prüfen.
- Vergleichen Sie die Werte vor dem Lohnlauf mit den offiziellen Sätzen, dem BVG-Vorsorgeplan und dem kantonalen Quellensteuertarif.
Enthaltene Funktionen
So verwenden Schweizer Betriebe das Lohnjournal
Das Lohnjournal gehört in einen festen monatlichen Ablauf: Die Büroverantwortliche eines Handwerksbetriebs erfasst die Löhne vor dem Lohnlauf, der Inhaber einer Einzelfirma kontrolliert seine erste Angestellte, und der Treuhänder einer GmbH verwendet die Daten für die Verbuchung der Lohnabrechnung. Auch ein Verein kann damit die Entschädigungen seiner Angestellten nachvollziehbar dokumentieren.
Ein Beispiel aus Winterthur
Ein Schreinermeister in Winterthur beschäftigt vier Personen. Bei einer Angestellten mit CHF 6'800 Monatslohn bei 80 % berechnet das Blatt CHF 5'440 Bruttolohn. Mit CHF 400 Kinderzulagen beträgt der Bruttolohn total CHF 5'840; die Abzüge und Arbeitgeberkosten werden anschliessend automatisch berechnet.
Vier Bilder, vier Arbeitsschritte
Bild 1 zeigt das breite Blatt Lohnjournal mit Eingabespalten von Personal-Nr. bis Quellensteuerpflichtig und berechneten Kosten bis Spalte AE. Bild 2 zeigt Parameter mit Wert, Einheit und Beschreibung. Bild 3 zeigt die Auswertung mit Kennzahlen, Kantonsvergleich und Diagrammen. Bild 4 zeigt die Anleitung mit den Arbeitsschritten und Warnhinweisen.
Praktisch ist die Vorlage besonders beim monatlichen Lohnlauf, beim Jahresabschluss und bei der Vorbereitung der Abrechnung mit der Ausgleichskasse. Für eine kleine Belegschaft ist diese zentrale Tabelle übersichtlicher als mehrere lose Listen.
Diese Schweizer Lohnsätze müssen Sie 2026 prüfen
Die Vorlage enthält Beispielwerte und ist deshalb keine fertige Lohnabrechnung für den produktiven Einsatz. Das Blatt Parameter verwendet unter anderem 5.3 % AHV/IV/EO je Seite, 1.1 % ALV je Seite, eine ALV-Jahresgrenze von CHF 148'200, 1.5 % FAK, 0.3 % BU, 1.2 % NBU und je 5 % BVG als Beispielwerte.
So rechnen die Formeln
Bei CHF 5'840 Bruttolohn total ergeben 5.3 % AHV/IV/EO Arbeitnehmer CHF 309.52. Die Formel in Spalte P begrenzt den ALV-pflichtigen Monatslohn auf CHF 12'350, also CHF 148'200 geteilt durch 12. Dadurch wird bei hohen Löhnen nicht der gesamte Betrag für ALV verwendet.
Rechtliche Eckwerte
Der kombinierte AHV/IV/EO-Beitrag beträgt 2026 insgesamt 10.6 %, je hälftig für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die obligatorische BVG-Versicherung beginnt grundsätzlich ab einem Jahreslohn von CHF 22'050; der konkrete Vorsorgeplan und der Koordinationsabzug sind zu prüfen.
Die Quellensteuer ist kantonal und personenbezogen. In der Vorlage löst Ja lediglich den hinterlegten Standardsatz von 3 % aus und setzt bei Bemerkung den Hinweis Prüfen. Die tatsächliche Abrechnung erfolgt nach den Tarifen der zuständigen kantonalen Stelle. MWST ist auf Löhnen nicht anwendbar. Lohnunterlagen sind nach OR Art. 958f grundsätzlich 10 Jahre aufzubewahren.
Wo ein Lohnjournal bei der Abrechnung schiefgeht
Der teuerste Fehler ist nicht eine falsche Formatierung, sondern ein ungeprüfter Satz. Wenn bei CHF 80'000 Monatslohnsumme der AHV/IV/EO-Satz um 0.5 Prozentpunkte falsch ist, entsteht eine Differenz von CHF 400 pro Monat beziehungsweise CHF 4'800 pro Jahr. Deshalb sollten Sie Parameter vor jedem Jahreswechsel mit den offiziellen Angaben abgleichen.
Beispielwerte sind keine Tarifabrechnung
Der BVG-Wert von 5 % ist ausdrücklich ein Beispiel. Bei fünf Mitarbeitenden kann der echte Arbeitgeberanteil wegen Alter, versichertem Lohn und Vorsorgeplan deutlich abweichen. Wer diesen Wert ungeprüft übernimmt, erhält zwar saubere Excel-Zahlen, aber möglicherweise falsche Zahlungsaufträge und Korrekturen bei der Pensionskasse.
Quellensteuer nicht automatisch freigeben
Die Vorlage verwendet einen vereinfachten Standardsatz. Bei einer quellensteuerpflichtigen Person mit CHF 6'000 Bruttolohn wären das CHF 180; der effektive Abzug kann jedoch wegen Kanton, Tarif, Zivilstand und Kindern anders ausfallen. Die Spalte Bemerkung zeigt deshalb Prüfen.
Ein weiterer Fehler entsteht, wenn der Beschäftigungsgrad als 80 statt als 80 % eingegeben wird. Die Eingabevalidierung erlaubt Werte von 0.1 bis 1; 80 würde die Berechnung massiv verfälschen. Prüfen Sie ausserdem Lohnmonat, Bonus, Kinderzulagen und weitere Abzüge, bevor Sie die Nettolohnsumme aus dem Blatt Auswertung übernehmen.
So wird das Lohnjournal Teil Ihres Monatsabschlusses
Verknüpfen Sie die Tabelle mit einem festen Termin: Öffnen Sie das Lohnjournal am gleichen Tag, an dem Sie die Mutationen für den Lohnlauf sammeln. Bei vier Mitarbeitenden dauert die Kontrolle meist weniger als 15 Minuten, wenn Eintritte, Austritte, Boni und Absenzen bereits bereitliegen.
Eine kurze Kontrollroutine
- Kopieren Sie für den nächsten Monat die Datei als neue Version und ändern Sie den Lohnmonat.
- Filtern Sie nach Kanton und kontrollieren Sie ungewöhnliche Bruttolohnsummen.
- Prüfen Sie jede Zeile mit Quellensteuerpflichtig = Ja separat.
- Vergleichen Sie Arbeitgeberkosten total mit der erwarteten Belastung der Buchhaltung.
Ändern Sie Beitragssätze nur im Blatt Parameter. Die Formeln in Lohnjournal greifen mit VLOOKUP auf diesen Bereich zu; manuelle Eingriffe in den berechneten Spalten zerstören die Referenzlogik. Speichern Sie eine unveränderte Monatskopie, damit spätere Rückfragen nachvollziehbar bleiben.
Bei mehr als 100 Lohnzeilen, mehreren Gesellschaften oder häufigen Mutationen ist eine Lohnsoftware meist die bessere Wahl. Für ein kleines Unternehmen mit wenigen Mitarbeitenden bleibt Excel dagegen sinnvoll, solange die Sätze, Quellensteuerfälle und Überträge monatlich kontrolliert werden.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Das Blatt Lohnjournal enthält 100 vorbereitete Datenzeilen von Zeile 2 bis 101. Die Formeln, Filter und Eingabekontrollen decken diesen Bereich ab.
Sie erfassen unter anderem Personal-Nr., Name, Vorname, Funktion, Ort, Kanton, AHV-Nummer, Beschäftigungsgrad, Lohnmonat, Monatslohn 100 %, Kinderzulagen, Bonus, weitere Abzüge, weitere Arbeitgeberkosten und Quellensteuerpflichtig.
Ja. Der Nettolohn wird als Bruttolohn total abzüglich Arbeitnehmerabzügen berechnet. Dazu gehören AHV/IV/EO, ALV, NBU, BVG, Quellensteuer und weitere Abzüge.
Nein. Die Datei enthält Beispielwerte, etwa 5.3 % AHV/IV/EO je Seite und 5 % BVG je Seite. Prüfen Sie vor produktivem Einsatz die gültigen Sätze, den BVG-Plan, den FAK-Satz und den kantonalen Quellensteuertarif.
Bei Ja in der Spalte Quellensteuerpflichtig berechnet die Vorlage den hinterlegten Standardsatz von 3 % und schreibt Prüfen in die Bemerkung. Der tatsächliche Abzug muss anhand des zuständigen kantonalen Tarifs kontrolliert werden.
Die Auswertung zeigt Anzahl Mitarbeitende, Total und Durchschnitt des Bruttolohns, Nettolohn, Sozialabgaben, Arbeitgeberkosten, Gesamtkosten, Quellensteueranteil und Arbeitgeberkostenquote. Zusätzlich gibt es Kantonsauswertungen und drei Diagramme.