Kilometerentschädigung Excel - Gratis Vorlage
Schweizer Excel-Vorlage für Fahrtenbuch und Kilometerentschädigung mit Auswertung, Parameterblatt und Plausibilitätsprüfung.
Diese Excel-Vorlage für Kilometerentschädigung und Fahrtenbuch erfasst geschäftliche und private Autofahrten in der Schweiz. Sie enthält Eingabefelder für Datum, Mitarbeitende, Fahrzeug, Kontrollschild, Strecke und Kilometerstände sowie automatische Berechnungen für geschäftliche Kilometer und die Entschädigung in CHF.
Das Blatt Fahrtenbuch bietet 100 vorbereitete Erfassungszeilen mit Filter und fixierter Kopfzeile. Die Blätter Auswertung, Parameter und Anleitung helfen Ihnen, Ansätze zu prüfen, Monatswerte zu kontrollieren und die Tabelle korrekt zu führen.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Geschäftliche Kilometer werden aus Kilometerstand Start und Kilometerstand Ende automatisch berechnet.
- Private Fahrten erhalten automatisch keine Kilometerentschädigung.
- Der Kilometeransatz wird zentral im Blatt Parameter gepflegt und per VLOOKUP ins Fahrtenbuch übernommen.
- Das Blatt Auswertung zeigt Total Fahrten, geschäftliche Fahrten, Kilometer und Entschädigung in CHF.
- Monatswerte für Januar bis Dezember 2026 erleichtern den Monatsabschluss und die interne Spesenabrechnung.
- Ein Hinweis Prüfen erscheint, wenn der Endkilometerstand kleiner als der Startkilometerstand ist.
- Fahrtzwecke, Kantone und Geschäftlich/Privat werden über Auswahllisten einheitlich erfasst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffnen Sie das Blatt Parameter und prüfen Sie den Ansatz für geschäftliche Fahrten. Der vorhandene Wert wird als 16:48:00 angezeigt; passen Sie ihn vor dem ersten Einsatz an Ihre interne Spesenregelung an.
- Erfassen Sie im Blatt Fahrtenbuch pro Fahrt eine Zeile. Füllen Sie die gelb markierten Eingabefelder von Fahrt-ID bis Kilometerstand Ende sowie MWST-pflichtig und Bemerkung aus.
- Wählen Sie in der Spalte Geschäftlich/Privat den passenden Eintrag. Nur der Wert Geschäftlich führt zu geschäftlichen Kilometern und einer Entschädigung.
- Kontrollieren Sie Start- und Endstand des Fahrzeugs. Bei 32'150 und 32'276 Kilometern berechnet die Vorlage 126 geschäftliche Kilometer.
- Prüfen Sie die automatisch berechneten Spalten für geschäftliche Kilometer, Kilometeransatz und Kilometerentschädigung. Ändern Sie diese Formeln nicht.
- Öffnen Sie Auswertung und kontrollieren Sie Total, Monatswerte, Fahrtzwecke und die beiden Diagramme.
- Filtern Sie das Fahrtenbuch bei Bedarf nach Datum, Mitarbeitenden, Fahrzeug oder Plausibilität und legen Sie die Bemerkungen sowie externe Nachweise gemäss Ihrer internen Ablage ab.
Enthaltene Funktionen
Wer ein Schweizer Fahrtenbuch für Kilometerentschädigungen braucht
Eine Kilometerentschädigung entsteht in der Praxis dort, wo Mitarbeitende oder Inhaberinnen ihr privates Fahrzeug für geschäftliche Zwecke einsetzen. Dazu gehören etwa Kundentermine, Baustellenbesuche, Schulungen, Lieferantenbesuche und Behördenbesuche. Die Vorlage passt deshalb zu einer Einzelfirma, einer GmbH mit mehreren Fahrzeugen, einem Handwerksbetrieb oder einem Verein mit gelegentlichen Dienstfahrten.
Im Blatt Fahrtenbuch wird jede Fahrt mit Datum, Person, Fahrzeug und Schweizer Kontrollschild dokumentiert. Zusätzlich erfassen Sie Startort, Zielort, Zielkanton und Fahrtzweck. Für eine Fahrt von Zürich nach Bern stehen beispielsweise Andrea Keller, ein VW Golf, das Kontrollschild ZH 482 619, der Zielkanton BE und der Zweck Kundentermin in einer Zeile.
Das erste Bild zeigt die vollständige Erfassung
Bild 1 zeigt die Spalten A bis R des Blatts Fahrtenbuch. Gelbe Felder sind für Eingaben vorgesehen; berechnete Felder ergänzen geschäftliche Kilometer, Ansatz und Betrag. Die Auswahlfelder verhindern unterschiedliche Schreibweisen wie Geschäftlich, geschäftlich oder Privatfahrt.
Die Kilometerstände sind der entscheidende Nachweis für die Berechnung. Bei einem Startstand von 32'150 und einem Endstand von 32'276 ergeben sich 126 Kilometer. Bei einem Ansatz von CHF 0.70 pro Kilometer wären dies CHF 88.20; der konkrete Betrag hängt jedoch vom im Parameterblatt eingetragenen Ansatz ab.
Monatliche Kontrolle statt Nachtrag am Jahresende
Für einen Schreinermeister mit vier Angestellten in Winterthur ist die wöchentliche Erfassung praktikabler als ein grosser Nachtrag im Dezember. Im Auswertungsblatt sehen Sie, ob beispielsweise im Februar 18 Fahrten mit insgesamt 1'240 geschäftlichen Kilometern erfasst wurden. Das erleichtert die interne Abrechnung und den Jahresabschluss.
Auch ein Treuhänder kann die Liste nach Mitarbeitenden oder Fahrzeug prüfen. Für private Fahrten bleibt die geschäftliche Kilometerzahl null. So lassen sich berufliche und private Nutzung nachvollziehbar trennen, ohne jede Zeile manuell nachzurechnen.
Diese Schweizer Regeln gelten für Kilometerentschädigungen
Ein Kilometeransatz ist nicht automatisch ein gesetzlich für jedes Unternehmen verbindlicher Einheitswert. Massgebend sind das Arbeitsverhältnis, das interne Spesenreglement und die steuerliche Anerkennung. Für die Praxis sollte der Ansatz im Blatt Parameter deshalb vor der Verwendung mit dem genehmigten Reglement abgeglichen werden. Die Vorlage enthält einen Standardwert, der als 16:48:00 angezeigt wird und ausdrücklich geprüft werden muss.
Bei einer geschäftlichen Autofahrt ist der berufliche Anlass zu dokumentieren. Das Fahrtenbuch sollte deshalb nicht nur 126 Kilometer, sondern auch Kundentermin, Startort Zürich, Zielort Bern und eine kurze Bemerkung enthalten. Das Beispiel im Arbeitsblatt nennt Wankdorfallee 4, 3014 Bern. Solche Angaben helfen, wenn die Arbeitgeberin oder die ESTV die geschäftliche Veranlassung nachvollziehen muss.
MWST ist nicht automatisch Bestandteil der Entschädigung
Der Schweizer MWST-Normalsatz beträgt 8.1%; der reduzierte Satz beträgt 2.6%, der Sondersatz für Beherbergung 3.8%. Eine Kilometerentschädigung darf nicht einfach mit 8.1% belastet werden, nur weil eine Spalte MWST-pflichtig vorhanden ist. Die Spalte P dient der internen Kennzeichnung und ersetzt keine steuerliche Beurteilung.
Die MWST-Pflicht beginnt grundsätzlich ab CHF 100'000 Jahresumsatz. Effektiv abrechnende Unternehmen können geschäftliche Vorsteuern nach den Regeln der ESTV abziehen; bei der Saldosteuersatzmethode gelten andere Mechanismen. Für ein Unternehmen mit CHF 100'000 steuerbarem Umsatz ergibt der Normalsatz rechnerisch CHF 8'100 MWST, sofern der Betrag exklusive MWST gemeint ist.
Belege und Aufbewahrung
Für Buchführungspflichtige gilt die Aufbewahrungspflicht von grundsätzlich 10 Jahren gemäss OR Art. 958f. Bewahren Sie deshalb Fahrtenbuch, Spesenabrechnung, Termine und weitere Nachweise gemeinsam auf. Eine Einzelfirma, GmbH oder AG muss die Kilometerentschädigung zudem passend zur Lohn- oder Kreditorenbuchhaltung behandeln.
Wo Kilometerabrechnungen im Betrieb teuer werden
Der teuerste Fehler ist häufig nicht eine falsche Formel, sondern eine fehlende Zuordnung. Wird eine private Fahrt als Geschäftlich markiert, kann die Vorlage bei 420 Kilometern und einem Ansatz von CHF 0.70 eine unberechtigte Entschädigung von CHF 294.00 ausweisen. Bei 20 solchen Einträgen sind es CHF 5'880.00, die intern korrigiert werden müssen.
Falsche Kilometerstände verfälschen den Betrag
Ein Zahlendreher bei 45'820 statt 48'520 Kilometer verändert eine Monatsauswertung massiv. Die Vorlage prüft zwar, ob der Endstand mindestens so gross wie der Startstand ist, erkennt aber nicht, ob der gesamte Wert zum tatsächlichen Fahrzeug passt. Genau deshalb sollten Sie bei jedem Monatsabschluss die letzte Zeile mit dem Foto oder der Serviceangabe des Tachometers vergleichen.
Bild 1 zeigt die Spalte Plausibilität am rechten Rand. Steht dort Prüfen, ist der Endstand kleiner als der Startstand. Bei 12 solchen Fällen mit durchschnittlich 80 Kilometern fehlen theoretisch 960 Kilometer; bei CHF 0.70 entspricht das CHF 672.00. Die Prüfung muss vor der Auszahlung erfolgen.
Ein falscher Parameter vervielfacht sich
Der Kilometeransatz wird im Fahrtenbuch nicht pro Zeile frei eingegeben, sondern aus dem Blatt Parameter übernommen. Wenn dort versehentlich CHF 0.80 statt CHF 0.70 eingetragen ist, kostet ein Bestand von 8'000 geschäftlichen Kilometern CHF 800.00 zu viel. Ich bevorzuge deshalb einen zentralen Ansatz gegenüber individuellen Eingaben, weil die Kontrolle bei einer einzigen Zelle ansetzt.
Die Anzeige 16:48:00 im bestehenden Standardwert ist ein besonderes Warnsignal. Prüfen Sie das Zahlenformat und den tatsächlichen Zellwert, bevor Sie damit abrechnen. Bei 3'500 Kilometern kann bereits eine Differenz von CHF 0.10 pro Kilometer den Monatsbetrag um CHF 350.00 verändern.
Unvollständige Bemerkungen schwächen den Nachweis
Nur Zürich–Bern ohne Anlass reicht für eine spätere Kontrolle deutlich weniger gut als Kundentermin mit konkreter Adresse. Fehlen Nachweise bei 15 Fahrten, dauert die nachträgliche Rekonstruktion schnell zwei bis drei Stunden und bleibt trotzdem unsicher.
So wird das Fahrtenbuch Teil Ihres Monatsabschlusses
Die Tabelle bleibt nur dann brauchbar, wenn die Erfassung an einen festen Zeitpunkt gebunden ist. Für kleine Betriebe empfehle ich den Freitagmittag oder unmittelbar nach dem Lohnlauf. Planen Sie pro Fahrzeug fünf Minuten pro Woche ein: Bei vier Fahrzeugen sind das rund 80 Minuten im Monat und deutlich weniger als eine Rekonstruktion am Jahresende.
Eine kurze Routine für jede Woche
- Erfassen Sie neue Fahrten spätestens am Freitag und ergänzen Sie Start- und Endkilometer.
- Prüfen Sie alle Zeilen mit dem Status Prüfen, bevor die Kilometerentschädigung weitergegeben wird.
- Vergleichen Sie im Blatt Auswertung die Monatswerte mit Ihrer internen Spesen- oder Lohnliste.
- Kontrollieren Sie den Ansatz im Blatt Parameter nur durch eine verantwortliche Person.
Bild 2 zeigt das Blatt Auswertung mit den Kennzahlen Total Fahrten, geschäftliche Fahrten, geschäftliche Kilometer, durchschnittliche Strecke, Gesamtentschädigung und Fahrten mit Prüfung. Die Monatsübersicht von Januar bis Dezember 2026 und das Diagramm nach Fahrtzweck machen Abweichungen sichtbar, ohne jede Fahrt einzeln zu summieren.
Eingaben begrenzen und Nachweise verknüpfen
Nutzen Sie die Auswahllisten für Geschäftlich/Privat, Fahrtzweck, MWST-pflichtig und Zielkanton. Schreiben Sie in Bemerkung immer Anlass und gegebenenfalls Adresse; bei 25 Fahrten pro Monat spart eine vollständige Eingabe später schnell eine Stunde Rückfragen.
Die Vorlage ist für 100 vorbereitete Fahrtenbuchzeilen ausgelegt. Wenn Ihr Webshop oder Aussendienst regelmässig mehr als 100 Einträge benötigt, kopieren Sie die vorbereiteten Formeln sorgfältig oder wechseln Sie zu einer Fuhrpark- oder Spesensoftware. Bei mehreren Fahrzeugen, Freigabestufen und Lohnschnittstellen ist eine reine Excel-Lösung meist nicht mehr die sicherste Wahl.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Der Ansatz steht im Blatt Parameter für Geschäftlich und Privat. Der vorhandene Standardwert wird als 16:48:00 angezeigt und muss vor der Verwendung mit Ihrer internen Spesenregelung geprüft und korrekt formatiert werden.
Nein. Wenn Sie in Spalte J Privat wählen, berechnet die Vorlage null geschäftliche Kilometer und keine Kilometerentschädigung.
Das Blatt Fahrtenbuch enthält die vorbereiteten Zeilen 4 bis 103, also 100 Erfassungszeilen. Für grössere Mengen ist eine strukturierte Erweiterung oder eine spezialisierte Software sinnvoll.
Prüfen erscheint, wenn der Kilometerstand Ende kleiner als der Kilometerstand Start ist. Kontrollieren Sie den Eintrag in den Spalten K und L, bevor Sie die Entschädigung abrechnen.
Die Vorlage kennzeichnet in Spalte P, ob ein Eintrag intern als MWST-pflichtig behandelt werden soll. Diese Auswahl ist keine steuerliche Beurteilung; der MWST-Normalsatz beträgt 8.1%, und die konkrete Behandlung muss zum Geschäftsvorgang passen.
Es zeigt Total Fahrten, geschäftliche Fahrten, geschäftliche Kilometer, durchschnittliche Strecke, Gesamtentschädigung und Fahrten mit Prüfung. Zusätzlich werden Monatswerte für 2026 sowie Auswertungen nach Fahrtzweck und zwei Diagramme angezeigt.